Kurze Antwort
Wie viel kostet es, einen Onlineshop zu eröffnen?
E-Commerce-Kosten sind keine einzelne Aufbauzahl, sondern zwei Spalten: einmalige Einrichtung und monatlich Wiederkehrendes. Die wiederkehrende Spalte ist meist die größere — Plattformabo, Zahlungsprovision, Versand, Produktfotografie und Werbung. Eine bei der Einrichtung günstige Wahl kann im ersten Jahr wegen der Provision teurer werden.
Das Wichtigste
- Die Einrichtung zahlt man einmal, die Provision bei jedem Verkauf; beim Vergleich zweier Optionen ist die Zwölfmonatssumme der richtige Maßstab.
- Produktfotografie ist der größte Posten, den die meisten Budgets vergessen: Bei hundert Produkten kann das Shooting mehr kosten als die Software.
- Der Antrag auf ein Zahlungsgateway ist ein administrativer, kein technischer Prozess und braucht Unterlagen; er gehört vor die Entwicklung.
- Versandverträge werden nach Volumen bepreist; das erste Jahr zu Listenpreisen zu fahren trifft die Marge direkt.
- Produktdaten sauber zu erfassen (GTIN, Marke, Varianten, Bestand) ist keine spätere Aufgabe; einen mit lückenhaften Daten gestarteten Katalog zu reparieren kostet mehr, als ihn gleich richtig anzulegen.
Warum sollte man Kosten in zwei Spalten lesen?
Auf „Was kostet ein Onlineshop“ gibt es keine Einzahl-Antwort, denn der eigentliche Unterschied liegt nicht in der Einrichtung, sondern im Wiederkehrenden. Eine sehr günstig einzurichtende Option kann über das erste Jahr durch ihre Provision teurer werden — und umgekehrt. Die einzig belastbare Vergleichsbasis ist die Zwölfmonatssumme.
Zwei Spalten: einmalig und wiederkehrend
Plattform
- Einmalig
- Einrichtung und Theme-Anpassung
- Monatlich / je Verkauf
- Abo oder Hosting
Zahlungen
- Einmalig
- Gateway-Antrag und Anbindung
- Monatlich / je Verkauf
- Transaktionsprovision, Ratenkosten
Produktdaten
- Einmalig
- Katalogerfassung, Variantenstruktur
- Monatlich / je Verkauf
- Neue Produkte und Updates
Bilder
- Einmalig
- Das erste Shooting
- Monatlich / je Verkauf
- Shootings für neue Kollektionen
Versand
- Einmalig
- Anbindung
- Monatlich / je Verkauf
- Preis je Paket, Retourenkosten
Marketing
- Einmalig
- Messaufbau
- Monatlich / je Verkauf
- Werbebudget, Content-Produktion
| Posten | Einmalig | Monatlich / je Verkauf |
|---|---|---|
| Plattform | Einrichtung und Theme-Anpassung | Abo oder Hosting |
| Zahlungen | Gateway-Antrag und Anbindung | Transaktionsprovision, Ratenkosten |
| Produktdaten | Katalogerfassung, Variantenstruktur | Neue Produkte und Updates |
| Bilder | Das erste Shooting | Shootings für neue Kollektionen |
| Versand | Anbindung | Preis je Paket, Retourenkosten |
| Marketing | Messaufbau | Werbebudget, Content-Produktion |
Welche Posten vergessen Budgets am häufigsten?
- Produktfotografie: Bei hundert Produkten können Shooting, Retusche und Freisteller zusammen mehr ausmachen als die Softwareposition. Herstellerbilder genügen meist nicht, weil jeder Händler dieselbe Aufnahme nutzt.
- Produktdatenerfassung: Name, Beschreibung, GTIN, Marke, Varianten, Maße und Bestand je Artikel. Wird das nicht in Personenstunden kalkuliert, bleibt das Projekt in der Katalogphase stecken.
- Der Retourenprozess: Die Quote variiert je Branche, ist aber nie null; Versand, Neuverpackung und Wiedereinlagerung gehen von der Stückmarge ab.
- Ratenkosten: Ratenverkäufe kommen zur Provision hinzu, und wenn die Preisgestaltung das nicht abbildet, schmilzt die Marge still.
- Messaufbau: Ein Shop, der nicht sieht, welches Produkt über welchen Kanal verkauft wurde, gibt sein Werbebudget blind aus.
Wo kann man sparen, wo nicht?
Sparen lässt sich meist am Umfang der ersten Version: Treueprogramm, Mehrlagerbestand, Abo-Verkauf und eine ausgefeilte Aktionslogik braucht es am ersten Tag nicht. Nicht sparen lässt sich bei Produktdaten und Fotografie: Beide sind der gemeinsame Input für Shop, Anzeigen und Marktplätze — sind sie dünn, sinkt die Leistung aller drei Kanäle gleichzeitig.
Häufige Fragen
Ist der Marktplatz günstiger als der eigene Shop?
- Anfangs ja, im Maßstab nein. Ein Marktplatz senkt die Einrichtungskosten fast auf null, nimmt aber bei jedem Verkauf Provision und behält die Kundenbeziehung. Der eigene Shop macht das Gegenteil: teurer im Aufbau, aber Wiederkauf und Kundendaten bleiben bei Ihnen. Für die meisten Marken lautet die Antwort: beides — Marktplatz als Akquisekanal, Shop als Loyalitätskanal.
Mit wie vielen Produkten starten?
- So viele, wie Sie mit vollständigen Daten und guter Fotografie erfassen können. Dreißig Produkte vollständig zu veröffentlichen schlägt dreihundert halb ausgefüllte — für Verkäufe wie für Sichtbarkeit: Lückenhafte Daten verhindern sowohl die Empfehlung als auch die Freigabe in Werbekanälen.
Wann sollte der Gateway-Antrag gestellt werden?
- Vor der Entwicklung. Der Antrag ist administrativ, nicht technisch: Firmenunterlagen, Geschäftsbeschreibung und mitunter eine Umsatzerklärung werden verlangt, die Prüfung kann Tage dauern. Auf die Zahlungsanbindung zu warten, wenn der Shop fertig ist, ist die häufigste und am leichtesten vermeidbare Verzögerung.
Quellen
- 01Product data specification (GTIN, brand, availability) — Google Merchant Center, 2026
- 02Merchant listing (Product) structured data — Google Search Central, 2026
- 03ETBİS — Elektronik Ticaret Bilgi Sistemi — T.C. Ticaret Bakanlığı, 2026
Suchanfragen, die diese Seite beantwortet
- onlineshop kosten
- was kostet ein onlineshop
- shop erstellen preis