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Leitfäden

Wonach richten sich Preise für Logodesign?

Beschaffungsleitfaden · 8 Min. Lesezeit · Aktualisiert 15. September 2026

Kurze Antwort

Was kostet es, ein Logo entwerfen zu lassen?

Den Logopreis bestimmt nicht die Zeichnung, sondern vier Dinge: für wie viele Anwendungsflächen es gebaut wird, wie viele Dateiformate geliefert werden, ob ein Anwendungshandbuch entsteht und ob die Rechte übertragen werden. Bei Galata Media dauert ein Identity-Projekt rund sechs Wochen und besteht aus drei Präsentationen; der Preis folgt der Zahl der Anwendungsflächen.

Das Wichtigste

  • Sie kaufen kein Bild, sondern ein System: dieselbe Marke auf Beschilderung, App-Icon und Rechnung zum Funktionieren zu bringen ist jeweils eigene Arbeit.
  • Am stärksten treibt nicht die Zahl der Revisionen den Preis, sondern die Zahl der Anwendungsflächen — jede Fläche ist ein eigenes Layout in eigener Größe.
  • Steht die Übergabe der Quelldateien (Vektor und bearbeitbare Designdatei) nicht im Vertrag, führt eine kleine Änderung nach drei Jahren zurück zum selben Designer.
  • Rechteübertragung und Nutzungserlaubnis sind zweierlei; ohne Übertragungsklausel kann eine Markenanmeldung in Schwierigkeiten geraten.
  • Die versteckten Kosten eines billigen Logoangebots sind meist die Lieferung in nur einem Format: Ein PNG nützt weder bei Beschilderung noch im Druck.

Was kauft man beim Logopreis eigentlich?

Der naheliegende Fehler beim Lesen eines Logoangebots ist, den Preis an der Zeichnung zu messen. Geliefert wird kein einzelnes Bild: dieselbe Marke bei 16 Pixeln erkennbar, auf Beschilderung lesbar, im einfarbigen Druck intakt und auf dunklem Grund unbeschädigt zu machen ist jeweils eigene Arbeit. Dort liegt der größte Teil des Preisunterschieds.

Die vier Posten, die den Preis bestimmen

  • Anwendungsflächen

    Kleiner Umfang
    Visitenkarte und Social-Profil
    Voller Umfang
    Beschilderung, Fahrzeugbeschriftung, Verpackung, App-Icon, Geschäftspapiere
  • Dateilieferung

    Kleiner Umfang
    PNG und JPG
    Voller Umfang
    Vektor (SVG, EPS), bearbeitbare Quelle, einfarbige und negative Varianten
  • Handbuch

    Kleiner Umfang
    Keines
    Voller Umfang
    Anwendungshandbuch: Schutzraum, Mindestgröße, verbotene Anwendungen, Farbwerte
  • Rechte

    Kleiner Umfang
    Nutzungserlaubnis
    Voller Umfang
    Vollständige Übertragung, mit markenrechtstauglicher Erklärung

Welche Liefergegenstände gehören ins Angebot?

  • Vektor-Quelldateien — SVG und EPS. Ohne sie kann ein Schilderhersteller nicht mit der Marke arbeiten, und jede Vergrößerung verschlechtert sie.
  • Eine bearbeitbare Designdatei. „Design wird geliefert“ genügt nicht; zu suchen ist die Übergabe der Quelldateien in bearbeitbarem Format.
  • Farbwerte getrennt für Druck (CMYK/Pantone) und Bildschirm (HEX/RGB). Ein HEX-Wert ergibt im Druck nicht die gewünschte Farbe.
  • Einfarbige und negative Varianten: für Stempel, Gravur, Fax und dunkle Untergründe.
  • Mindestgröße und Schutzraum: wie klein die Marke werden darf und wie viel Raum sie ringsum braucht.
  • Rechteübertragung: eine Klausel, die ausdrücklich festhält, dass die Rechte am Design auf das Unternehmen übergehen.

Warum wird ein billiges Logo teuer?

Die Kosten zeigen sich nicht auf der ersten Rechnung, sondern bei der ersten Verwendung. Der Schilderhersteller will Vektor, Sie haben ein PNG. Die Druckerei fragt nach Pantone, Sie haben HEX. Der App Store will ein quadratisches Icon, das Logo ist eine horizontale Wortbildmarke. Jedes ist eine eigene kleine Arbeit und führt zurück zum selben Designer — meist außerhalb des ursprünglichen Umfangs.

Häufige Fragen

Wie viele Korrekturschleifen sollte ich haben?

Die Zahl der Korrekturschleifen ist der falsche Maßstab; entscheidender ist die Präsentationsstruktur. Sind drei Richtungen gezeigt und eine gewählt, bleiben spätere Korrekturen auf Detailebene und ihre Zahl wird unwichtig. Die Zusage unbegrenzter Korrekturen heißt meist, dass die Richtung nie geklärt wird. Bei Galata Media sind es drei Präsentationen: Discovery, Richtung, Anwendung.

Reicht ein KI-generiertes Logo nicht?

Genug, um ein Bild zu erzeugen, nicht genug für eine Markenkennzeichnung — und rechtlich wird der Unterschied scharf. Zu prüfen, ob ein generiertes Bild original ist und keiner eingetragenen Marke ähnelt, bleibt Menschenarbeit; eine bei der Anmeldung zurückgewiesene Marke kostet weit mehr als die Erzeugung. Saubere Vektoren, Lesbarkeit in Mindestgröße und eine einfarbige Variante liefert die Ausgabe ebenfalls nicht.

Was unterscheidet Logo und Corporate Identity?

Ein Logo ist ein Zeichen; eine Corporate Identity ist das Entscheidungsset darum herum: Farbsystem, Typografie, Bildsprache, Layoutregeln und das Handbuch, das sie festhält. Kauft ein Unternehmen nur ein Logo, wählt binnen eines Jahres typischerweise jede Abteilung eigene Farbe und Schrift — und Wiedererkennung ist die Arbeit der Konsistenz, nicht des Zeichens.

Quellen

  1. 01Marka — başvuru, sınıflandırma ve işlem ücretleriTÜRKPATENT, 2026
  2. 02Ücret tarifesiTÜRKPATENT, 2026

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