Kurze Antwort
Soll mein Budget in Such- oder Social-Anzeigen?
Entschieden wird nicht über die Plattform, sondern über die Nachfrage: Sucht jemand nach dem, was Sie anbieten? Wenn ja, greift Google Ads bestehende Nachfrage mit vorhandener Absicht ab. Bei einem Produkt, nach dem niemand sucht — neu oder erklärungsbedürftig über Bilder —, erzeugt Meta Nachfrage. Meist ist die richtige Antwort sequenziell: zuerst vorhandene Nachfrage holen, dann Nachfrage schaffen.
Das Wichtigste
- Suchwerbung greift vorhandene Nachfrage ab, Social-Werbung erzeugt sie; sie leisten Verschiedenes und lassen sich nicht am selben Maß messen.
- Gibt es kein monatliches Suchvolumen für Ihr Produkt, findet Suchwerbung keinen Ort für das Budget — dann ist der Start bei Meta richtig.
- Die in den ersten Tagen auf Meta gemessenen Akquisekosten können höher liegen als in der Suche, während der Lebenswert abweicht; verglichen wird beim Wiederkauf, nicht beim Erstkauf.
- Kreation entscheidet auf beiden Plattformen, aber anders: In der Suche zählt zuerst der Text, im Social das Bild.
- Ein Budget zu halbieren kann beide unter die Lernschwelle drücken; sequenziell vorzugehen ist bei den meisten Budgets effizienter.
Welches Produkt funktioniert wo?
Plattform nach Art der Nachfrage
Das Produkt wird gesucht („Stahltür Preise“)
- Priorität
- Google Ads
- Warum
- Die Absicht ist da; die Anzeige muss nur erscheinen
Dringender Bedarf („Notdienst Klempner“)
- Priorität
- Google Ads
- Warum
- Die Entscheidung fällt in der Suche selbst
Eine neue Produktkategorie
- Priorität
- Meta
- Warum
- Niemand sucht; Nachfrage entsteht durch Erklären
Über Optik verkauftes Produkt (Mode, Interior)
- Priorität
- Meta
- Warum
- Die Entscheidung fällt über das Bild
Hochpreisige B2B-Leistung
- Priorität
- Beides
- Warum
- Absicht in der Suche, Erinnerung im Social
Verbrauchsgut mit Wiederkauf
- Priorität
- Meta
- Warum
- Retargeting und Lebenswert sind stark
| Situation | Priorität | Warum |
|---|---|---|
| Das Produkt wird gesucht („Stahltür Preise“) | Google Ads | Die Absicht ist da; die Anzeige muss nur erscheinen |
| Dringender Bedarf („Notdienst Klempner“) | Google Ads | Die Entscheidung fällt in der Suche selbst |
| Eine neue Produktkategorie | Meta | Niemand sucht; Nachfrage entsteht durch Erklären |
| Über Optik verkauftes Produkt (Mode, Interior) | Meta | Die Entscheidung fällt über das Bild |
| Hochpreisige B2B-Leistung | Beides | Absicht in der Suche, Erinnerung im Social |
| Verbrauchsgut mit Wiederkauf | Meta | Retargeting und Lebenswert sind stark |
Sollte man das Budget teilen?
Bei großem Budget ja, bei kleinem nein. Beide Plattformen brauchen ein Mindestdatenvolumen, damit der Algorithmus lernt; ein Budget zu teilen kann beide darunter drücken, und zwei Kampagnen bleiben stehen, ohne je zu lernen. Bei kleinem Budget ist richtig: auf einer Plattform die Schwelle überschreiten und die zweite öffnen, sobald sie liefert.
Häufige Fragen
Wie vergleicht man die Ergebnisse beider?
- Ein einzelnes Maß führt in die Irre. Suchanzeigen erwischen jemanden bereits in der Entscheidung und wirken beim Erstkauf günstiger; Social-Anzeigen bringen jemanden, der noch nicht entschieden hat, wirken beim Erstkauf teuer und können beim Wiederkauf stark sein. Verglichen wird sinnvoll über den Sechsmonatswert des gewonnenen Kunden.
Welche eignet sich besser für Retargeting?
- Die Social-Seite ist hier meist flexibler — dank der Vielfalt visueller Formate und der Frequenz; auf beiden Plattformen funktioniert Retargeting aber nur mit korrekt installierter Messung auf der Site. Ohne sie kann Retargeting nicht unterscheiden, wer einen Warenkorb abgebrochen und wer die Seite drei Sekunden gesehen hat — das Budget verpufft.
Quellen
- 01How the Google Ads auction works — Google Ads Help, 2026
- 02Quality Score — what it is and what it is not — Google Ads Help, 2026
Suchanfragen, die diese Seite beantwortet
- google ads oder meta
- suchanzeigen oder social ads
- welche werbeplattform