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Leitfäden

Wie wählt man eine Google-Ads-Agentur?

Beschaffungsleitfaden · 8 Min. Lesezeit · Aktualisiert 15. September 2026

Kurze Antwort

Soll eine Agentur meine Google Ads führen oder ich selbst?

Drei Dinge entscheiden bei der Wahl einer Google-Ads-Agentur: auf wessen Namen das Konto läuft, wie das Honorar berechnet wird und welche Zahl im Report steht. Das Konto gehört auf den Firmennamen, die Agentur bekommt Zugriff. Ein Honorar als Prozentsatz der Werbeausgaben schafft einen Anreiz, die Ausgaben zu erhöhen. Der Report sollte Akquisitionen je Klick zeigen, nicht Klicks.

Das Wichtigste

  • Googles eigene Dokumentation hält fest, dass der Qualitätsfaktor kein Eingangswert der Auktion ist; „Wir heben Ihren Qualitätsfaktor und senken Ihren CPC“ ist damit eine prüfbare Behauptung, kein Versprechen.
  • Anzeigenposition und gezahlter Preis ergeben sich aus dem Anzeigenrang, und das Gebot ist nur eine Komponente; selbst wenn ein Wettbewerber höher bietet, können Sie mit besseren Anzeigen und Landingpages eine höhere Position zu geringerem Preis halten.
  • Wurde das Konto im Verwaltungskonto der Agentur angelegt, gehen die historischen Daten nicht mit; das Lernen beginnt bei der nächsten Agentur bei null.
  • Ein Honorar als Prozentsatz der Ausgaben baut eine Struktur, in der ein größeres Budget den Agenturumsatz erhöht; ein Fixhonorar oder ein Ergebnismodell nimmt diesen Konflikt heraus.
  • Ein guter Report nennt die Conversion-Definition: Verkauf, Formular, Anruf — und diese Definition hat sich nicht mitten im Monat geändert.

Was bestimmt Preis und Position wirklich?

Anzeigenposition und Klickpreis ergeben sich aus einem zusammengesetzten Wert, den Google Anzeigenrang nennt. Ihr Gebot fließt ein, aber ebenso die Qualität von Anzeigen und Landingpage, die Anzeigenrang-Schwellen, die Wettbewerbsintensität der Auktion, der Kontext der Suche und die erwartete Wirkung der Assets. In Googles eigenen Worten: Selbst wenn die Konkurrenz höher bietet, können Sie mit hochwertigen Anzeigen und Landingpages eine höhere Position zu einem niedrigeren Preis gewinnen.

Google schreibt ausdrücklich, dass der Qualitätsfaktor kein Eingangswert der Auktion ist; er ist ein Diagnosewert. Damit ist „Wir senken Ihre Kosten, indem wir den Qualitätsfaktor heben“ ein technisch falsch formuliertes Versprechen: Kostenwirksam ist die Wirkung von Anzeigen- und Landingpage-Qualität auf den Anzeigenrang, nicht der Faktor selbst.

Was ändert das Honorarmodell?

Drei Modelle und der jeweilige Anreiz

  • Prozent der Ausgaben

    Anreiz
    Ein größeres Budget erhöht den Umsatz
    Wann passend
    Schnell skalierende Konten mit hoher Marge
  • Feste Monatspauschale

    Anreiz
    Effizient zu arbeiten ist profitabel
    Wann passend
    Konten mit festem, stabilem Budget
  • Pro Ergebnis

    Anreiz
    Conversions zu erzeugen ist profitabel
    Wann passend
    Wenn die Conversion klar definiert und messbar ist

Welche Fragen sollte man stellen?

  • Auf wessen Namen läuft das Konto? Richtig ist der Firmenname, die Agentur erhält Zugriff über ein Verwaltungskonto. Kampagnenhistorie im Agenturkonto lässt sich nicht übertragen.
  • Wie wird eine Conversion definiert? Verkauf, Formular, Anruf — und mit welchem Werkzeug gemessen. Ohne Definition zählt der Report Klicks.
  • Teilen Sie den Suchbegriffsbericht monatlich? Er ist der einzige Bericht, der zeigt, wohin das Budget floss, und es gibt keinen guten Grund, ihn zurückzuhalten.
  • Wer führt die Liste der auszuschließenden Keywords? Diese Liste ist das wertvollste Gut, das ein Konto über die Zeit ansammelt.
  • Wer bearbeitet die Landingpage? Die Anzeigenqualität hängt davon ab; eine Agentur ohne Zugriff auf die Seite nutzt die Hälfte ihrer Hebel nicht.

Häufige Fragen

Ist es ein Problem, wenn die Agentur das Konto im eigenen Verwaltungskonto anlegt?

Ja, und der Preis wird bei der Trennung fällig. In einem im Agenturkonto angelegten Werbekonto bleiben Kampagnenhistorie, Conversion-Daten und Negativ-Keyword-Liste bei der Agentur; die nächste beginnt bei null und die Lernphase startet neu. Richtig ist: Konto auf Ihren Namen, Agentur erhält Verwaltungszugriff, der beim Ende entzogen wird.

Könnte ich es nicht selbst machen?

Bei einem Konto, das mit einer Kampagne, klarem Produkt und begrenztem Wettbewerb beginnt: ja — und so fängt man richtig an. Eine Agentur rechnet sich, sobald das Konto mehrere Kampagnentypen umfasst, die Suchbegriffsliste wöchentliche Pflege braucht und Landingpages getestet werden müssen. Maßstab ist nicht die Budgetgröße, sondern wie viele Entscheidungen das Konto pro Woche verlangt.

Quellen

  1. 01How the Google Ads auction worksGoogle Ads Help, 2026
  2. 02Quality Score — what it is and what it is notGoogle Ads Help, 2026

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